Uhrentest
Zeichnen Sie eine Uhr mit allen Zahlen und stellen Sie die Zeiger auf die verlangte Uhrzeit. Anschliessend vergleichen Sie Ihre Uhr mit der Musterlösung. Weitere Spiele für Gedächtnis, Konzentration und Logik finden Sie auf trainmybrain.ch, unserer Plattform für kognitive Spiele.
Vergleich
Selbstbewertung
Die Selbstbewertung dient dem Üben. Sie ersetzt keine fachliche Auswertung und sagt nichts über Ihre Fahreignung aus.
Spielanleitung
- Aufgabe: Zeichnen Sie in den Kreis eine Uhr mit allen Zahlen von 1 bis 12. Stellen Sie dann die beiden Zeiger auf die angegebene Uhrzeit.
- Zeichnen: Mit der Maus, dem Finger oder einem Stift. Jeder Strich bleibt erhalten, auch wenn Sie scrollen oder das Gerät drehen.
- Rückgängig: Entfernt den letzten Strich (auch mit Strg+Z bzw. Cmd+Z). Auch «Löschen» lässt sich so rückgängig machen.
- Lösung anzeigen: Ihre Zeichnung und die Musterlösung erscheinen nebeneinander. Darunter haken Sie ab, was zutrifft.
- Nächste Zeit: Startet eine neue Aufgabe mit einer anderen Uhrzeit. Alle 12 Zeiten kommen dran, bevor sich eine wiederholt.
- Kein Zeitdruck: Nehmen Sie sich so viel Zeit, wie Sie brauchen.
Wie funktioniert der Uhrentest?
Beim Uhrentest (englisch Clock Drawing Test) zeichnen Sie in einen vorgegebenen Kreis eine Uhr mit allen Zahlen und stellen die Zeiger auf eine bestimmte Uhrzeit. Was einfach klingt, verlangt mehrere Schritte: die Aufgabe verstehen, den Platz einteilen, die Zahlen der Reihe nach setzen und die Uhrzeit in zwei Zeigerstellungen übersetzen.
Der Prüfstein «10 nach 11»: Bei Zeiten wie «10 nach 11» liegt es nahe, den Minutenzeiger auf die 10 zu setzen. Richtig ist die 2, denn 10 Minuten entsprechen zwei Zahlenabständen. Solche Zeiten zeigen deshalb besonders gut, ob die Umrechnung gelingt.
In dieser Übungsversion ist nur der Kreis mit dem Mittelpunkt vorgegeben, wie beim Test auf Papier. Nach dem Zeichnen sehen Sie Ihre Uhr neben der Musterlösung und bewerten sie anhand von fünf Punkten selbst. Es gibt keine automatische Bewertung und keinen Zeitdruck.
Was ist der Nutzen des Uhrentests?
Der Uhrentest gehört zu den bekanntesten kurzen Tests der Hirnleistung. Er dauert nur wenige Minuten und spricht viele Fähigkeiten zugleich an (Shulman, 2000):
- 01Planen und OrganisierenWer zuerst 12, 3, 6 und 9 setzt, teilt den Platz geschickt ein. Wer einfach losschreibt, hat am Ende oft zu wenig Raum für die letzten Zahlen.
- 02Räumliches VorstellungsvermögenDie Zahlen gleichmässig im Kreis verteilen und die Zeiger im richtigen Winkel setzen.
- 03Umdenken«10 nach 11» heisst Minutenzeiger auf die 2. Die genannte Zahl muss in eine andere übersetzt werden.
- 04Genau hinschauenBeim Vergleich mit der Musterlösung fallen auch kleine Abweichungen auf, etwa ein zu langer Stundenzeiger.
Uhrentest und Fahreignung
Der Uhrentest wird auch bei Fragen zur Fahreignung eingesetzt. In einer Studie mit 119 Autofahrerinnen und Autofahrern ab 60 Jahren machten Personen mit einem tiefen Ergebnis im Uhrentest im Fahrsimulator deutlich mehr Fehler, auch gefährliche (Freund et al., 2005). Die Autoren sehen den Test als Hinweis, wann eine genauere Fahrabklärung sinnvoll ist.
Ein einzelner Test entscheidet nie über die Fahreignung. Fachpersonen beurteilen das Ergebnis zusammen mit anderen Untersuchungen. Diese Übungsversion ist nicht normiert und ersetzt keine Abklärung.
Tipps für den Uhrentest
- Zuerst die vier AnkerzahlenSetzen Sie 12, 3, 6 und 9 wie auf einem Kompass. Die übrigen Zahlen verteilen Sie dann zu je zweien dazwischen.
- Minuten in Zahlen umrechnenJede Zahl steht für 5 Minuten: 10 Minuten = 2, 20 Minuten = 4, 50 Minuten = 10.
- Der Stundenzeiger wandert mitUm 11:10 steht der Stundenzeiger knapp nach der 11, um halb 8 genau zwischen 7 und 8.
- Zeiger klar unterscheidenDer Stundenzeiger ist deutlich kürzer als der Minutenzeiger. Beide beginnen in der Mitte.
- In Ruhe zeichnenEs gibt keinen Zeitdruck. Ein misslungener Strich lässt sich mit «Rückgängig» entfernen.
Hintergrund
Seit den 1980er-Jahren wird der Uhrentest breit als kurzer Test der Hirnleistung eingesetzt, etwa bei Verdacht auf eine Demenz. Es gibt viele Auswertungsverfahren mit unterschiedlichen Punkteskalen. In einer Übersichtsarbeit kam Shulman (2000) zum Schluss, dass sie trotz ihrer Unterschiede ähnlich zuverlässig sind. Der Test ergänzt andere Verfahren und wird zusammen mit Angaben von Angehörigen beurteilt.
Quellen
- Freund, B., Gravenstein, S., Ferris, R., Burke, B. L. & Shaheen, E. (2005). Drawing clocks and driving cars. Journal of General Internal Medicine, 20(3), 240–244. https://doi.org/10.1111/j.1525-1497.2005.40069.x
- Shulman, K. I. (2000). Clock-drawing: is it the ideal cognitive screening test? International Journal of Geriatric Psychiatry, 15(6), 548–561. https://doi.org/10.1002/1099-1166(200006)15:6<548::AID-GPS242>3.0.CO;2-U