Trail Making Test (TMT) zum Üben
Verbinden Sie Zahlen, in Teil B abwechselnd Zahlen und Buchstaben, so schnell und fehlerfrei wie möglich. Weitere Spiele für Gedächtnis, Konzentration und Logik finden Sie auf trainmybrain.ch, unserer Plattform für kognitive Spiele.
Wählen Sie einen Teil. Teil A prüft vor allem das Tempo, Teil B zusätzlich das Umschalten zwischen Zahlen und Buchstaben.
Spielanleitung
- Teil A: Verbinden Sie die Kreise 1 bis 15 in aufsteigender Reihenfolge.
- Teil B: Verbinden Sie abwechselnd Zahlen und Buchstaben: 1 – A – 2 – B – 3 – C bis 11.
- Linie ziehen: Setzen Sie bei Kreis 1 an und ziehen Sie ohne abzusetzen von Kreis zu Kreis. Der nächste richtige Kreis wird beim Überfahren erkannt. Absetzen ist erlaubt: Sie machen beim zuletzt verbundenen Kreis weiter.
- Zeit: Die Uhr startet, sobald Sie Kreis 1 berühren, und stoppt beim letzten Kreis.
- Fehler: Bleiben Sie auf einem falschen Kreis stehen oder setzen Sie dort ab, leuchtet er rot auf und zählt als Fehler. Einen Kreis auf dem Weg zu durchfahren ist erlaubt. Ihr Fortschritt bleibt, Sie machen beim letzten richtigen Kreis weiter. Die Zeit läuft dabei weiter, wie im echten Test.
- Lösung zeigen: Zeichnet den richtigen Weg ein. Danach geht es mit «Nächste Aufgabe» weiter.
- Nächste Aufgabe: Ordnet die Kreise neu an. Jede Aufgabe ist anders.
Wie funktioniert der Trail Making Test (TMT)?
Der Trail Making Test ist ein neuropsychologisches Testverfahren. Er erfasst das Tempo bei der visuellen Suche und Verarbeitung sowie die Fähigkeit, zwischen zwei Regeln zu wechseln. Gemessen wird die Zeit bis zum letzten Kreis.
Teil A: Nummerierte Kreise sind zufällig verteilt. Sie verbinden sie so schnell wie möglich in aufsteigender Reihenfolge (1 – 2 – 3 usw.). Das fordert vor allem visuelle Suche und Verarbeitungsgeschwindigkeit.
Teil B: Zahlen und Buchstaben sind gemischt. Sie wechseln bei jedem Schritt zwischen beiden Reihen (1 – A – 2 – B – 3 – C usw.). Dafür müssen Sie zwei Abfolgen gleichzeitig im Kopf behalten, was zusätzlich die geistige Flexibilität fordert.
Diese Übungsversion läuft im Browser, kostenlos und ohne Anmeldung. Teil A hat 15 Kreise, Teil B 21, und jede Aufgabe wird neu angeordnet. Ihre Bestzeiten werden nur auf Ihrem Gerät gespeichert.
Was ist der Nutzen vom TMT?
Der TMT gehört zu den am häufigsten eingesetzten neuropsychologischen Tests, weil er wenig Zeit und kein besonderes Material braucht:
- 01Einschätzung kognitiver FunktionenDer Test macht Aufmerksamkeit, visuelle Suche, Verarbeitungsgeschwindigkeit und das Umschalten zwischen Aufgaben sichtbar, also Fähigkeiten, die im Alltag ständig gefordert sind.
- 02Einsatz in Klinik und VerkehrsmedizinFachpersonen nutzen den TMT als einen Baustein unter mehreren, etwa bei Verdacht auf eine Beeinträchtigung der Hirnleistung, in der Rehabilitation oder bei Abklärungen der Fahreignung.
- 03VerlaufskontrolleWiederholte Messungen können zeigen, ob sich die Leistung über die Zeit verändert, etwa im Verlauf einer Therapie.
- 04Training von Tempo und UmschaltenWer übt, lernt das Feld schneller zu überblicken, vorauszuplanen und in Teil B den Wechsel zwischen Zahl und Buchstabe flüssig zu halten.
Diese Übungsversion ist nicht normiert: Kreiszahl, Anordnung und Bildschirm unterscheiden sich vom standardisierten Papiertest. Ihre Zeiten lassen sich deshalb nicht mit Normwerten vergleichen und sagen nichts über Ihre Fahreignung aus. Eine fachliche Abklärung ersetzt das Üben nicht.
TMT-Tipps: Strategien zum Lösen
- Überblick verschaffenNehmen Sie sich vor dem Start einen Moment, um das ganze Feld anzuschauen. Wer weiss, wo die nächsten Kreise liegen, sucht später weniger.
- VorausschauenBehalten Sie nicht nur den nächsten, sondern schon den übernächsten Kreis im Blick. Während Sie zu 3 ziehen, suchen Sie bereits die 4.
- Reihenfolge innerlich mitsprechenIn Teil B hilft ein fester Rhythmus: «1 – A – 2 – B – 3 – C». So bleibt der Wechsel auch unter Zeitdruck stabil.
- Tempo und Genauigkeit ausbalancierenEin Fehler kostet mehr Zeit als ein ruhiger Zug. Ein gleichmässiges Tempo führt meist zum besten Ergebnis.
- Ruhig bleibenLassen Sie sich von der Uhr oder einem Fehler nicht aus dem Konzept bringen. Zurück zum letzten richtigen Kreis und weiter.
- Ausgeruht übenMüdigkeit und Stress verlangsamen die Reaktion deutlich. Üben Sie, wenn Sie sich wach und konzentriert fühlen.
Hintergrund
Der Trail Making Test stammt ursprünglich aus der Army Individual Test Battery der US-Armee (1944). Bekannt wurde er durch Ralph Reitan, der 1958 zeigte, dass die benötigte Zeit Hinweise auf eine organische Schädigung des Gehirns geben kann.
Wie schnell Menschen den Test lösen, hängt stark von Alter und Ausbildung ab. Normwerte werden deshalb nach diesen Merkmalen getrennt ausgewiesen (Tombaugh, 2004). Ein einzelnes Ergebnis ist nie eine Diagnose, sondern wird von Fachpersonen im Zusammenhang beurteilt.
Quellen
- Reitan, R. M. (1958). Validity of the Trail Making Test as an indicator of organic brain damage. Perceptual and Motor Skills, 8(3), 271–276. https://doi.org/10.2466/pms.1958.8.3.271
- Tombaugh, T. N. (2004). Trail Making Test A and B: Normative data stratified by age and education. Archives of Clinical Neuropsychology, 19(2), 203–214. https://doi.org/10.1016/S0887-6177(03)00039-8
Geschafft!
Teil A gelöst.