Digit Span Test

Wie viele Ziffern können Sie sich auf einmal merken? Der Test misst Ihre Ziffernspanne vorwärts und rückwärts. Weitere Spiele für Gedächtnis, Konzentration und Logik finden Sie auf trainmybrain.ch, unserer Plattform für kognitive Spiele.

Wählen Sie die Testvariante

Vorwärts: Ziffern in derselben Reihenfolge wiedergeben.
Rückwärts: Ziffern in umgekehrter Reihenfolge wiedergeben.

Digit Span Vorwärts

Dient nur dem Vergleich mit Ihrer Altersgruppe und wird nicht gespeichert. Vergleichswerte gibt es für 16 bis 79 Jahre.

Länge 3 · Versuch 1 von 2

Erscheint keine Tastatur, tippen Sie ins Feld.

Digit Span Vorwärts

Ihre Ziffernspanne

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Die Vergleichswerte stammen aus persönlich durchgeführten Tests mit gesprochenen Ziffern (Grégoire & Van der Linden, 1997). Dieser Selbsttest liefert einen Orientierungswert, keine Diagnose, und sagt nichts über Ihre Fahreignung aus.

Spielanleitung
  • Variante wählen: Vorwärts (Ziffern in derselben Reihenfolge) oder Rückwärts (in umgekehrter Reihenfolge, anspruchsvoller).
  • Alter angeben: Ihr Alter (16 bis 90) dient nur dem Vergleich mit Ihrer Altersgruppe und wird nicht gespeichert.
  • Ziffern merken: Die Ziffern erscheinen einzeln, eine pro Sekunde. Vorwärts beginnt mit 3 Ziffern, Rückwärts mit 2.
  • Eingeben: Nach der letzten Ziffer erscheint das Eingabefeld. Tippen Sie die Ziffern ein, bei Rückwärts in umgekehrter Reihenfolge, und bestätigen Sie mit Enter oder dem Knopf.
  • Zwei Versuche je Länge: Nach jeder richtigen Antwort wird die Folge eine Ziffer länger. Nach einem Fehler folgt ein zweiter Versuch mit gleicher Länge. Scheitern beide, endet der Test, spätestens bei 9 Ziffern (Vorwärts) bzw. 8 Ziffern (Rückwärts).
  • Ergebnis: Ihre Ziffernspanne ist die längste Folge, die Sie fehlerfrei wiedergegeben haben. Sie wird mit Personen Ihres Alters verglichen. Ihre Bestmarke je Variante bleibt auf diesem Gerät gespeichert.
  • Nicht wegschauen: Wechseln Sie während der Anzeige das Fenster oder die App, beginnt der Versuch von vorne. Er zählt nicht als Fehler.

Wie funktioniert der Digit Span Test?

Der Digit Span Test (auf Deutsch auch Zahlenspanne oder Zahlennachsprechen) ist ein klassisches neuropsychologisches Verfahren. David Wechsler nahm ihn in seine Intelligenztests auf (Wechsler, 1955), und er gehört bis heute zu den meistgenutzten Gedächtnistests. Gemessen wird die Ziffernspanne: die längste Folge von Ziffern, die Sie unmittelbar behalten und wiedergeben können.

Ablauf: Die Ziffern erscheinen einzeln im Sekundentakt. Vorwärts beginnt mit 3, Rückwärts mit 2 Ziffern. Nach jeder richtigen Antwort wird die Folge eine Ziffer länger. Nach einem Fehler gibt es einen zweiten Versuch mit gleicher Länge. Scheitern beide Versuche, endet der Test.

Vorwärts und rückwärts: Vorwärts verlangt vor allem, die Ziffern kurz zu behalten. Rückwärts müssen Sie die Folge zusätzlich im Kopf umdrehen. Das beansprucht das Arbeitsgedächtnis stärker, die Rückwärtsspanne liegt deshalb im Durchschnitt rund 1.5 Ziffern tiefer.

Vergleich mit Ihrer Altersgruppe: Die Vergleichswerte stammen aus einer Normierung mit 1000 Personen von 16 bis 79 Jahren, repräsentativ für die französische Bevölkerung (Grégoire & Van der Linden, 1997). Die Vorwärtsspanne sinkt dort von durchschnittlich 6.5 Ziffern bei 16- bis 17-Jährigen auf 5.0 bei 75- bis 79-Jährigen. Für Personen ab 80 Jahren gibt es keine Werte mit demselben Ablauf, deshalb zeigt der Test dann keinen Vergleich.

Warum nur das Alter? Auch die Schulbildung wirkt sich aus: Personen mit höchstens Primarschulabschluss erreichten im Schnitt tiefere Werte. Aufgeteilt nach Alter und Bildung umfassen aber viele Gruppen nur 5 bis 10 Personen, zu wenige für verlässliche Vergleichswerte. Das Geschlecht spielt kaum eine Rolle.

Was ist der Nutzen des Digit Span Tests?

Der Test braucht nur wenige Minuten und kein Material. Darum wird er in Klinik und Forschung häufig eingesetzt:

  1. Kurzzeit- und ArbeitsgedächtnisVorwärts zeigt, wie viel Sie kurzfristig behalten. Rückwärts zeigt zusätzlich, wie gut Sie Informationen im Kopf umordnen können.
  2. AufmerksamkeitSchon eine kurze Ablenkung kostet eine Ziffer. Der Test verlangt deshalb ungeteilte Konzentration.
  3. Baustein in der AbklärungFachpersonen setzen den Test zusammen mit anderen Verfahren ein, etwa bei Verdacht auf Gedächtnisprobleme oder in der Rehabilitation.
  4. Verlauf beobachtenIhre Bestmarke je Variante bleibt auf diesem Gerät gespeichert. So sehen Sie, wie sich Ihr Ergebnis über die Zeit entwickelt.

Die Vergleichswerte stammen aus Tests, bei denen eine Fachperson die Ziffern vorlas. Hier lesen Sie sie am Bildschirm. Ihr Ergebnis ist deshalb ein Orientierungswert, keine Diagnose, und sagt nichts über Ihre Fahreignung aus.

Tipps für den Digit Span Test

  • Ziffern in Gruppen bündelnMerken Sie sich «472 – 936» statt sechs einzelner Ziffern. Solche Gruppen («Chunks») lassen mehr Information ins Kurzzeitgedächtnis passen (Miller, 1956).
  • Leise mitsprechenSagen Sie die Ziffern innerlich mit, während sie erscheinen. Der innere Klang hilft, sie bis zur Eingabe zu behalten.
  • Rückwärts: erst merken, dann umdrehenDrehen Sie die Folge nicht schon während der Anzeige um. Nehmen Sie zuerst alle Ziffern auf und kehren Sie die Reihenfolge erst bei der Eingabe um.
  • Ruhige UmgebungEin Geräusch oder eine Nachricht auf dem Handy genügt, um eine Ziffer zu verlieren. Schalten Sie Ablenkungen für die paar Minuten aus.
  • Ausgeruht testenMüdigkeit und Stress verkürzen die Spanne spürbar. Vergleichen Sie Ihre Ergebnisse am besten zu ähnlichen Tageszeiten.

Hintergrund

Aufgaben zum Nachsprechen von Zahlen gehören zu den ältesten psychologischen Tests. Bekannt wurde der Digit Span Test als Untertest der Wechsler-Intelligenztests. Dort wird er bis heute in jeder neuen Ausgabe weitergeführt.

Grégoire und Van der Linden (1997) werteten die Daten der französischen Normierung des Wechsler-Tests aus, um zu prüfen, wie sich die Spanne mit dem Alter verändert. Bis etwa 65 Jahre sinken beide Spannen nur leicht, danach deutlicher. Die Rückwärtsspanne nimmt dabei in Ziffern gemessen etwa gleich stark ab wie die Vorwärtsspanne. Die Schulbildung erklärte einen ähnlich grossen Teil der Unterschiede wie das Alter, das Geschlecht fast keinen.

Quellen

  • Grégoire, J. & Van der Linden, M. (1997). Effect of age on forward and backward digit spans. Aging, Neuropsychology, and Cognition, 4(2), 140–149. https://doi.org/10.1080/13825589708256642
  • Miller, G. A. (1956). The magical number seven, plus or minus two: Some limits on our capacity for processing information. Psychological Review, 63(2), 81–97. https://doi.org/10.1037/h0043158
  • Wechsler, D. (1955). Manual for the Wechsler Adult Intelligence Scale. New York: The Psychological Corporation.

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